Octomore II – The Sequel

Oh là là, wenn da der liebe Jim McEwan mal nicht die Octomore-I-Käufer verärgert:

Sequels are rarely better than the original. But this just might be the exception.

Ich hab eh komplett den Überblick verloren und zwar nicht nur bei Bruichladdich generell, sondern auch beim Octomore. Versuchen wir also das Ganze etwas zu entwirren:

Octomore II:
- das Malz hatte 167 ppm (überlebt man das?)
- destilliert am 3. November 2004.
- 150 Fässer wurden destilliert und lagern in Warehouse No 5
- die Lagerzeit wird auf mindestens 8 Jahre geschätzt (na ja…)
- 700 Einheiten (1 Einheit = 12x 70 cl à 46%) werden für 300£ als Futures verkauft

Octomore I:
- das Malz hatte 80.5 ppm
- destilliert am 3. Oktober 2002.
- 200 Fässer wurden destilliert und lagern in Warehouse No 5
- die Lagerzeit wird auf mindestens 8 Jahre geschätzt
- 800 Einheiten (1 Einheit = 12x 70 cl à 46%) wurden für ???£ als Futures verkauft

Und diese Futures des Octomore I wurden gemäss Laddieblog am 8.5.2008 in Flaschen abgefüllt und werden demnächst ausgeliefert:

Der Octomore 1 auf der Abfüllstrasse bei Bruichladdich (Quelle Bilder: Laddieblog)

Der Octomore 1 auf der Abfüllstrasse bei Bruichladdich (Quelle Bilder: Laddieblog)

Nach neuesten Gerüchten bleibt übrigens auch der Rest nicht mindestens 8 Jahre liegen, sondern wird teilweise schon Ende dieses Jahres in verschiedenen Packungen und mit verschiedenen ppm-Leveln (da frag ich mich allerdings, wie das gehen soll) zu ausgewählten Händlern gelangen. So ähnlich wie wir das ja schon von PC5, PC6 und demnächst PC7 (mit spanischem Rotwein-Finish?) kennen.

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2 Antworten auf Octomore II – The Sequel

  1. Bernd sagt:

    Als ich vor drei Wochen in Bruichladdich war und vom Octomore II gehört hab, hat es mich schon in den Fingern gejuckt, zumal ich die erste Charge verpaßt hatte. Zweierlei hat mich dann abgeschreckt:
    Sicher, ich mag stark getorfte Whiskies, aber ob dieses Streben nach Superlativen (“the world’s most heavily peated whisky”) der Qualität wirklich in jedem Fall förderlich ist – ich weiß nicht …
    Das zweite – und das nervt mich wirklich sehr – ist das Statement, daß der Octomore II dann abgefüllt wird, wenn Herr McEwan es für richtig hält, ohne feste Zusage einer Mindestlagerzeit (“anticipating 8 years” ist eben recht unverbindlich). Natürlich verstehe ich das Streben der Destillerien nach schnellen Umsätzen, es sind halt auch nur Industrieunternehmen wie viele andere auch. Aber die zeitlichen Zusammenhänge, die Du für den Octomore I aufgezeigt hast, und die sich in weit gestraffterer Form auch für den Zweier abzeichnen, kann ich auch vor dem üblichen Umsatzdruck nicht nachvollziehen. Befürchtet hatte ich sowas bei meinem Besuch in der Destillerie schon, und was ich jetzt hier lese, verschafft mir leider eine Bestätigung.
    Wart ich halt mal die ersten Tasting-Berichte ab. Vielleicht ärgere ich mich dann ja schwarz, aber im Moment halte ich das für recht unwahrscheinlich.

  2. ardblog sagt:

    Hallo Bernd, wow, herzlichen Dank für den äusserst interessanten und differenzierten Beitrag. Wenn man sich anschaut, wie “viele” Octomores als Futures an die Kunden gehen, denke ich nicht, dass es einen Grund geben wird sich schwarz zu ärgern.
    Im Gegenteil, ich glaube, es wird genug Octomore geben, um diesen jetzt einmal als Jungen zu tasten und dann als beispielsweise 12-jährigen zu geniessen.
    Würde mich übrigens freuen, dich im Forum begrüssen zu dürfen > http://ardbeg.communityhost.de/

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