Antennagate ausgestanden ab 30. September?

17. Juli 2010

Als Besitzer des noch immer ersten iPhones 2G hatte ich mich nun so auf das neue iPhone 4 gefreut und jetzt das! Da in dem das neue iPhone umgebenden Stahlrahmen die Antenne eingebaut ist, kann es in seltenen Fällen zu Gesprächsabbrüchen kommen. Insbesondere, wenn man es in der linken unteren Ecke hält, dem sogenannten Grip of Death, der zu einem Mini-Kurzschluss führt.

Gestern hat Steve Jobs verkündet, dass dieses Problem so ähnlich auch bei vergleichbaren Smartphones vorkommt wenn mit der Hand die Antenne verdeckt wird und er bis zum 30. September gratis Schutzhüllen zum iPhone abgibt. Damit ist das Problem behoben. Ganz fair ist meines Erachtens dieser Vergleich jedoch nicht, denn ein Leistungsabfall ist nicht das Gleiche wie ein Mini-Kurzschluss.

Das Interessanteste an diesem Statement von Jobs ist für mich jedoch das Datum 30. September. Da stellt sich für mich natürlich die Frage, was ist nach dem 30. September? Ich bin fast sicher, dass es ein Antennenlifting geben wird. Da der Stahlrahmen leitend ist, glaube ich, dass mittels einer Galvanisierung (dieses Verfahren wird ja normalerweise zur Steigerung der Leitfähigkeit eingesetzt) oder einem ähnlichen Beschichtungsverfahren eine Schicht auf den Stahlrahmen aufgetragen wird, damit der Rahmen nicht mehr leitend ist und somit das Problem aus der Welt ist. Bestimmt ist diese modifizierte Produktion bereits angelaufen und die bereits produzierten iPhones werden noch bis zum 30. September unter die Leute gebracht.

Deshalb mein Fazit: Ich werde mich also noch ein paar Monate gedulden…

Der neuralgische Strich

Ardbeg Single Cask “Lord Robertson” 2000

14. Juli 2010

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wobei “bestrafen” in diesem Zusammenhang vielleicht das falsche Wort ist, denn satte 220 Pfund für einen 10-jährigen Single Cask zu verlangen gehört eigentlich bestraft. Das macht dann auch der Charity-Aspekt nur teilweise wett (die Einnahmen gehen an Erskine, eine Organisation, die Kriegsgeschädigte in vielen Belangen unterstützt) .

Wie dem auch sei, die 202 Flaschen wurden am 7.7.2010 eingestellt und waren um 12 Uhr des gleichen Tages auch schon wieder verkauft. Das sind immerhin ein paar wenige Stunden. Es hätte also seit längerem wieder einmal eine halbwegs reelle Chance bestanden, eine der Lord Robertsons zu ergattern.

In diesem Ausschnitt gibt es ein wenig Hintergrund zum ehemaligen Nato-Generalsekretär Lord Robertson, der tatsächlich alle 202 Flaschen von Hand signiert hat:

Und hier noch ein Ausschnitt aus dem Shop des Lord-Robertson-Bottlings:

Rassenlehre

30. Mai 2010

alban Man konnte die Menschheit vor Urzeiten bekanntlich in zwei Gruppen einteilen, in „Jäger und Sammler“ und solche die Landwirtschaft und Domestizierung betrieben.

Heute kann man mit dieser Einteilung nicht mehr viel anfangen, da wir zum grössten Teil alle sesshaft sind. Wir brauchen auch keinen Ackerbau mehr zu betreiben oder unser Fleisch zu jagen. Dazu haben wir unsere Grossverteiler die uns im Tausch gegen buntes Papier und glänzende Metallscheiben – oder alternativ dazu auch Kunststoffkärtchen – mit Lebensmittel versorgen.

Da man die Zeit nun nicht mehr mit so banalen Dingen wie Jagen, Beeren suchen oder Felder bewirtschaften verbringen muss, konzentrieren sich viele der Gattung Mensch homo sapiens nun mit vollem Elan dem letzten erhaltenen Urinstinkt: SAMMELN.

Auch Du, der du gerade diese Zeilen liest, gehörst mit grosser Sicherheit zu den Sammlern. Der Gattung der Whisky-Sammler collector spiritus-caledonia. Auch jene, die sich dafür schämen und sich mit der Behauptung „Ich sammle nicht, ich trinke“ herausreden wollen judas collector, sind Sammler. Es sei denn, sie haben wirklich nur die eine Flasche die sie gerade trinken im Hause monogamus spiritus.

Bei den Trinkern (sprich Geniessern) gibt es auch noch Untergruppen. Solche die Islay-Whisky bevorzugen amator fumus, solche die gerne unverdünnt trinken cupa fortis, jene die Rotwein-Finish mögen finitus vinum russus, die Classic-Malts-Liebhaber spiritus monopolium und Einige trinken gar Destillate die keine drei Jahre gelagert wurden bibere pädophilus.

Auch die Sammler lassen sich noch unterteilen. Da gibt es Sammler die ihren Jahrgang suchen collector annus egoistus, solche die Lowlander solum regio planus oder Highlander solum regio altus horten und natürlich die Bourbon-Sammler collector fuselus americanus.

Neutrales Fazit meiner kleinen Rassenlehre: Whiskyaner genus spiritus-caledonia kann man in zwei Gruppen einteilen, in Trinker und Sammler. Nur bei den Whiskyanern schliesst das Eine oft nicht das Andere aus. So gibt es sammelnde Trinker genau so wie trinkende Sammler.

Das ardforum ist geboren!

4. April 2010

Ein steifer Hals und fürchterliche Augenringe sind die Auswirkungen von einer Nacht durcharbeiten, doch es ist vollbracht, das eigene Forum steht!

Das eigene Forum? Da war doch schon eines! Ja, das stimmt und das ist der traurige Teil, denn dieses Forum liegt auf einer externen Page eines Forenbetreibers. Und dieser Forenbetreiber hat leider das gesamte Paket inkl. der von ihm selbst entwickelten Foren-Software vor etwa einem Jahr verkauft. Und seit diesem Zeitpunkt ging gar nichts mehr voran. Und so habe ich mich gestern schweren Herzens dazu durchgerungen ein Forum selbst auf meiner eigenen Page einzubinden, damit mir dies nicht mehr passiert.

Schweren Herzens auch deshalb, weil mir die Schlichtheit des alten Forums unglaublich gut gefallen hat. Von der einfachen Konfigurierbarkeit ganz zu schweigen. Da ist das neue phpBB3 schon ein ganz anderes Kaliber. Ich fand es extrem schwierig optisch einigermassen auf meine Wünsche anzupassen, dafür ist der Leistungsumfang gigantisch. Ich blicke jetzt noch nicht durch, was das alles kann.

Ein grosser Wermutstropfen ist, dass die alten Beiträge nicht importiert werden können, weil ich nicht an diese Datenbank rankomme, aber der Zeitpunkt für einen Schnitt war jetzt einfach gekommen.

Ich hoffe, die jetzigen Benutzer des alten Forums nehmen mir diese Unannehmlichkeiten nicht allzu übel oder können zumindest die Gründe nachvollziehen.

Auf jeden Fall würde ich mich über viele Anmeldungen im neuen Forum riesig freuen, denn zurzeit bin ich da der Einzige! Auch für Feedback der ersten neuen User bin ich dankbar. Es gibt sicher noch Einiges zu optimieren.

Und so schaut es aus, das neue Forum

Hier der Link zum neuen ardforum: http://www.ardbeg-whisky.ch/ardforum/

Das alte Forum wird noch für einige Zeit unter dieser Adresse erreichbar sein, damit ihr vielleicht eure Lieblings-Posts in das neue rüber kopieren könnt.

Ich freue mich über die erste Anmeldung!

Bruichladdich WMD III

1. April 2010

alban Die Geschichten von den ersten beiden WMD (Whisky of Mass Destruction) sind sicher einigen Lesern bekannt. Für die Unwissenden hier die kurze Erklärung der WMDs.

WMD I

Nach dem Ausfall einer der Web-Cams, mit denen der Ablauf der Whisky-Produktion bei Bruichladdich verfolgt werden kann, erhielt der Destillerie-Manager Mark Reynier eine E-Mail vom US-Verteidigungsministerium. Reynier wurde gebeten, doch die betreffende Web-Cam in Ordnung zu bringen. Denn nur so könnten sie weiter beobachten, ob die Whisky-Fabrik nicht im Geheimen ihre Instrumente für finstere C-Waffen-Pläne zweckentfremde. Denn, so belehrte eine Pentagon-Sprecherin, das Whisky-Brennen sei schließlich den Verfahren zur WMD (Weapons of Mass Destruction) Herstellung sehr ähnlich.

Der geschäftige Mark Reynier nutzte die Gelegenheit und füllte einen 18-jährigen WMD ab.

WMD II

Fischer Baker fand beim Einholen seiner Fänge vor Islay ein gelbes ferngesteuertes Minensuchgerät. Er brachte es in den Hafen und die Royal Navy wurde informiert. Es vergingen einige Tage, bis die Navy den Verlust dem Minensucher HMS Penzance zuordnen konnte. Es vergingen nochmals dreieinhalb Monate, bis ein Schwesterschiff der HMS Penzance, die HMS Blythe, das ungewöhnliche Fundstück abholte.

Mit dieser Lachnummer, zwang die Navy Mark Reynier die nächste WMD-Abfüllung auf. Ein 14-jähriger Bruichladdich mit dem passenden Namen „Yellow Submarine“.

Und nun zum:

WMD III

Die Idee lieferte der Genfer Flughafen. Ein verirrter Musterkoffer mit Taschenmessern, die seit dem 11. September 2001 nicht mehr als Handgepäck eingecheckt werden dürfen, zwangen Reynier zur Edition des dritten WMD.

Im Sommer 2009 besuchte ein Schweizer das Visitor-Center von Bruichladdich. Er war sehr erfreut, Mark Reynier persönlich zu treffen. Die beiden diskutierten über Bruichladdich und dessen Whiskys. Im Verlaufe des Gespräches zückte der Besucher stolz sein Schweizer Taschenmesser, das die Gravur „BRUICHLADDICH“ trug. Reynier gefiel das Messer so gut, dass er sich nach dessen Herkunft  erkundigte. Schweizer Messer sind auch in Schottland sehr beliebt und würden im Bruichladdich-Look bestens in den Souvenirshop der Destillerie passen. Der aus dem Kanton Zürich stammende Besucher schrieb Mark die Internetadresse des Herstellers Victorinox auf einen Zettel. Noch in der selben Woche nahm Reynier Kontakt mit dem Ibacher Messerhersteller auf.

Lars P. Rieter, der für den angelsächsischen Sprachraum zuständige Händler von Victorinox, vereinbarte mit Reynier einen Termin im August, an dem sich die beiden in Glasgow treffen wollten.

Über Genf wollte Rieter nach Glasgow fliegen. Mit im Gepäck ein Musterkoffer mit dem legendären „Swiss Army Knife“ in diversen Varianten. Der Händler hatte einen angenehmen Flug. Allerdings wartete er in Glasgow am Gepäckband vergebens auf seinen Musterkoffer. Nach einem Spiessrutenlauf von Schalter zu Schalter erklärte man ihm, sein Gepäck sei in Madrid gelandet.

Reynier, der den Victorinox-Vertreter am Flughafen abholen wollte um mit ihm beim Lunch das Geschäftliche zu regeln, nahm die Situation mit der gewohnten Gelassenheit, für die die Bewohner von Islay bekannt sind. Er sagte: “wir sind hier auf dem zweitgrössten Flughafen von Schottland. Sie werden hier im Tax-Free Shop sicher keinen meiner Whiskys finden. Aber bestimmt wird hier ein Geschäft die ganze Kollektion ihrer Schweizer Messer führen.” Er sollte Recht behalten. Der Shop „Rolling Luggage & Tie Rack“ verkaufte tatsächlich Victorinox-Messer und schnell entschied sich Reynier für ein Modell. Farbmuster und Abdeckungs-Beispiele der Messer hatte Lars P. Rieter vorsichtshalber im Handgepäck mitgenommen.

Beim anschliessenden Lunch und dem anregenden Gespräch mit Herrn Reynier verging Herrn Rieter der Ärger über den Irrflug des Musterkoffers. Die beiden unterhielten sich über Spirituosen. Als Mark den Schweizer nach seinem Lieblingsgetränk fragte, sagte der, er liebe „Vieille Poire“ (alte Birne) ein Edel-Williams vom Fassbind aus Oberarth (Kanton Schwyz). Der Williamsbrand werde nach der Destillation in Eichenfässern gelagert und reife dort während 12 bis 18 Monaten nach.

Was dann geschah, ist jedem, der Mark Reynier kennt, klar. Der Messervertreter war da aber sicher etwas überfordert. Mark rief Jim McEwan (Bruichladdich-Produktions-Direktor) an und stellte ihm ein Paar Fragen. Der nächste Anruf ging zum Bruichladdich-Importeur für die Schweiz, die Lateltin AG in Winterthur. Diese erhielt den Auftrag bei Fassbind drei Fässer von der „Vieille Poire“ zu organisieren. Fassbind konnte in so kurzer Zeit aber nur ein 220-Liter-Fass entbehren, das schon im September auf Islay eintraf. Befüllt mit einem Bruichladdich des Jahrganges 1994, entstand der 16-jährige WMD III „The Swiss Army Knife“  mit Williams-Finish.

Den WMD III gibt es in einer Box, zusammen mit einer Flasche „Vieille Poire“ von Fassbind und einem Schweizer Taschenmesser im Bruichladdich-Look. Preis ca. 160 Fr. Von dieser limitierten Edition wurden 280 Flaschen abgefüllt.

Traum-Pension Nähe Bodensee Teil 2 “Aufenthaltsräume”

12. März 2010

Nun endlich Teil 2 der wunderschönen Pension in Eigeltingen, die meine Schwester Jasmin und  ihr Mann Roger Vonesch mit viel Liebe zum Detail renoviert haben. Die aufwändigen Renovations-Arbeiten habe ich euch in diesem Artikel vorgestellt. Die Pension liegt in der Nähe des Bodensees und bietet dadurch nebst dem unbändigen Charme der Pension vielerlei Ausflugsmöglichkeiten.

Heute zeige ich euch die beiden für alle Besucher offenen Aufenthaltsräume. Wir kennen das Phänomen ja alle, man lädt Besuch ein und wo halten sich die Leute dann immer am Liebsten auf? Genau, in der Küche oder zumindest in der Nähe derselben! Und genau dies macht diese beiden Räume nebst der liebevollen Einrichtung noch zusätzlich so heimelig!

Eine ideale Ecke um den Tag mit einem herzhaften Frühstück zu beginnen oder…

…abends beim geselligen Zusammensein ausklingen zu lassen.

Wie gesagt, von hier aus kann man Jasmin und Roger auch beim Werkeln in der Küche zuschauen.

Dieser wunderschöne Ofen ist die warme Seele des Aufenthaltsraumes.

Auch in diesem Raum lässt sich ein fantastisches Frühstück geniessen.

Hier kann man sich gar nicht anders als Wohlfühlen, sei es beim Frühstück oder beim Lesen der unzähligen Zeitschriften, die gratis zur Verfügung stehen.

Zur Wohlfühl-Stimmung tragen auch diese Kronleuchter mit ihren warmen Lichtreflexen bei.

Und auch abends ist dieser Raum ein Oase der Ruhe und der Entspannung (ausser, ihr feiert ein feucht-fröhliches Fest, aber auch das ist ja Entspannung).

Und wenn dann der Tisch noch so schön gedeckt ist, geht bestimmt jedem die Seele auf!

Die Renovation war zwar mit viel Aufwand, Herzblut und Schweiss verbunden, aber ganz offensichtlich hat sich die ganze Arbeit gelohnt!

Im nächsten und letzten Beitrag stelle ich euch noch zwei der vier unterschiedlichen Suiten vor. Gerade jetzt, wo der Frühling vor der Türe steht und im riesigen Wildgarten alles zu spriessen beginnt, ist das Träumli ein Ort zum Entspannen und geniessen, den ich allen stressgeplagten Städtern von Herzen empfehlen kann. Für alle, die ich jetzt gluschtig gemacht habe und die auch einmal im Träumli die Seele baumeln lassen wollen, hier die Kontaktdaten:

S’Träumli – Bed and Breakfast
Jasmin und Roger Vonesch
Dorfstrasse 11
78253 Eigeltingen
Fon 0049 (0)7774/925762
(Freitag bis Sonntag den ganzen Tag sowie Mo-Do ab 20 Uhr)
Fax 0049 (0)7774/925763
info@straeumli.de
www.straeumli.de

Kilchoman @ Switzerland

22. Februar 2010

alban Wir Schweizer haben ja bei unserem grossen Bruder den Ruf etwas langsam zu sein. Was die guten Germanen jedoch nicht wissen, dass das laut Gerüchten nur auf die Berner zutrifft.

In einem muss ich unseren nördlichen Nachbarn aber recht geben. Wenn es um den Import von Whisky geht, besonders um Neuabfüllungen auf die viele warten, sind wir wirklich etwas langsam. Es mag hierfür einige Gründe geben. Einer davon ist sicher, dass wir ein zu kleiner Marktplatz sind und deshalb von den Herstellen sekundär behandelt werden. Dass die Schweiz kein Mitglied der EU ist, macht den Import auch etwas komplizierter. Jüngstes Beispiel der unverschuldeten Langsamkeit der Schweizer ist der Kilchoman.

Im September 2009 wurde auf Islay der erste Kilchoman der sich Whisky nenne durfte mit drei Jahren Lagerzeit abgefüllt. Dem Erstling „Inaugural Release“ (Bild) folgte der „Autumn Release“. Generalimporteur für Kilchoman ist World of Whisky (WOW) in St. Moritz. Auf der WOW Homepage wurde der Kilchoman auch angekündigt, jedoch nicht im Online-Shop aufgelistet. Vorreservationen wurden von WOW entgegengenommen, die Besteller erhielten den erhofften Kilchoman jedoch nie, bis dann Mitte Februar doch plötzlich ein Paket aus dem verschneiten Engadin eintraf.

Den bestellten Flaschen wurde ein Begleitschreiben beigelegt, in dem sich WOW für die verzögerte Lieferung entschuldigt. Im Schreiben wird auch erläutert, was zur Verspätung führte.

Hier der Text des WOW-Schreibens:

Sehr geehrte Damen und Herren

Als erstes möchten wir uns für die späte Lieferung des von Ihnen vor langer Zeit reservierten Kilchoman Single Malt Whisky entschuldigen.

Wie Sie sicherlich wissen, sind wir seit September 2009 stolzer Generalimporteur der Destillerie Kilchoman. Sobald wir die offizielle Partnerschaft unter Dach und Fach hatten, tätigten wir umgehend die erste Bestellung. Freudig warteten wir auf unsere Erstbestellung von 240 Flaschen. Da wir nach einigen Wochen noch keine Ware erhalten hatten, erkundigte ich mich bei Herr Wills, dem Besitzer. Dieser erklärte mir, dass aufgrund Strategieänderung unsere Menge leider auf 72 Flaschen reduziert werden musste. Kilchoman hatte entschieden, alle Abfüllungen zuerst einem Oloroso Sherry Finish zu unterziehen. Somit konnte beim Start nicht die gewünschte Menge abgefüllt werden; Enttäuscht teilte ich Anthony Wills mit, dass wir aus wirtschaftlichen Gründen (Transportkosten) die Lieferung (Inaugural Release, Abgefüllt im September 2009) mit der zweiten Lieferung (Autumn Release, Abgefüllt im November 2009) zusammen legen müssen. Wie mit Anthony auf dem Whiskyschiff Zürich vereinbart, erwarteten wir wieder voller Freude die neue Perle vom Islay Whisky Himmel. Doch auch dieses Mal vergebens. Zwischen Weihnachten und Silvester folgten einige Telefonate hin und her. Als am 10. Januar immer noch keine lang ersehnte Palette Kilchoman angeliefert war, mobilisierte ich Michael Beamish von Tullibardine Distillerie, um Herrn Wills den Export in die Schweiz und die dazu gehörenden Papiere zu erläutern. Scheinbar war dies der Knackpunkt an der ganzen Geschichte. Es ist dazu zu sagen, dass dies nicht ganz einfach ist, da die Schweiz nicht der EU angehört. Ich hoffe, dass dieses Problem in Zukunft ausgeräumt ist. Sie sehen, es lief überall harzig, wo es möglich war. Ausser bei der Nachfrage, was uns natürlich riesig freut.

Wir hoffen, Ihnen die verzwickte Situation ein bischen verständlich geschildert zu haben und dass Ihre Freude am nun erhaltenen Kilchoman, nach all den Wochen (Monaten) Geduld, nach wie vor immer noch gross ist. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit der neuen Perle und bedanken uns herzlich für Ihr grosses Verständnis.

Wie ich finde ein vorbildliches Vorgehen mit der Erklärung und der Entschuldigung bei den Kunden. Vielleicht hätte man aber die Wartenden zwischenzeitlich einmal mit einer E-Mail über den Zwischenstand der Situation informieren sollen. Die doch noch erhaltene Flasche und das Begleitschreiben haben aber sicher bei den Meisten den Verdruss wieder wett gemacht, insbesondere, weil wohl niemand mehr damit gerechnet hat und es somit eine freudige Überraschung war.

Rollercoaster-Jagd mit Hindernissen

15. Februar 2010

8.57 Uhr: man, man, man, das habe ich mir an meinem Ferientag seit Monaten anders vorgestellt. Ne, ich habe nicht extra frei genommen, sondern ab Dienstag Blockwoche an der HSG in St.Gallen und mir  zur Vorbereitung auf diese Schulwoche einen Ferientag gegönnt.

Und was mache ich jetzt? Ich stehe extra früh auf, weil es hiess, der neue Rollercoaster sei ab 9 Uhr im Shop erhältlich und jetzt vertrödle ich schon eine halbe Stunde meine Zeit vor der Ardbeg-Page, die verpickelt nochmal einfach nicht laufen will.

Und sowas will ein zehnjähriges Jubiläums-Bottling zum Feiern around the world sein? Also im Moment ist mir gerade alles andere als zum Feiern zumute liebe Ardbeg-Freunde!

Dabei wäre der Anlass ja wirklich eine runde Sache. 10 erfolgreiche Jahre Ardbeg seit der Wiedereröffnung.

9.34 Uhr: grr, so langsam bin ich echt sauer, bei was für einem besch… Feld-, Wald- und Wiesenprovider seid ihr eigentlich? Das kann doch nicht wahr sein!

9.41 Uhr: ich bin kurz vor’m Platzen und empfehle euch langsam mitsamt Hund auf Schäm-Tauchstation zu gehen…

9.53 Uhr: Bild unten, ohne Worte.

10.13 Uhr: jetzt geht gar nichts mehr…, aber klar, bei den Preisen liegt natürlich eine fette Leitung nicht mehr drin.

10.21 Uhr: gerade bei den Kollegen von whiskymania.de gelesen, dass jemand in den Shop kam und dort auf der Hauptseite keine Spur vom Rollercoaster war. Ja, soweit war ich auch schon und auch ich kam dann auf die geniale Idee, auf “Special offers” zu klicken, dann stürzte die Sache aber wieder ab und jetzt komm ich gar nicht mehr rein.

10.27 Uhr: ein klarer Fall für die schlechtesten Websites ;-)

10.41 Uhr: bin im Shop, unter Product/Whisky keine Spur vom Rollercoaster

10.55 Uhr: und hier auch nicht unter “Special Offers”. In der Zwischenzeit wollte ich mich mal in den Shop mit meinem Usernamen einloggen, um Zeit zu sparen und… abgestürzt.

11.25 Uhr: sympathisch, die Leute von Ardbeg entschuldigen sich auf Twitter

12.05 Uhr: Inzwischen online, aber man kann nicht einloggen…

15.22 Uhr: es geht immer noch nüscht, aber anscheinend soll es 15’000 Flaschen geben, das sollte ja eigentlich für die Meisten reichen.

16.43 Uhr: ardblog hat intensiv recherchiert und endlich den Beweis. Das Ganze ist kein Versagen der neuen Online-Shop-Server-Plattform, sondern eine von langer Hand geplante Marketing-Aktion von Ardbeg. Doch lest euch selbst noch einmal genau den seit Wochen geschalteten Teaser von Ardbeg durch, dann fällt es euch wie Schuppen von den Augen!

18.33 Uhr: die Freude über die 15’000 Flaschen relativiert sich wieder etwas nach dem Mail von Ardbeg: “And at 9am, an unprecedented 25,000 Committee Members – that’s half of you – simultaneously attempted to squeeze through the doors of the website.” Man rechne: einige Tausend haben wohl schriftlich die Bestellkarte eingeschickt, 25’000 wollen online bestellen, davon wohl die Meisten gleich zwei Flaschen. Macht summasummarum etwa 50′ bis 60’000 Flaschen, die auf ein Angebot von gerade mal 15’000 Flaschen kommen. Das wird doch noch eng!

19.31 Uhr: Finally done. Die Bestellung ist online platziert. Braucht Zeit, Geduld  und Nerven und manchmal muss man nach Ablauf eines einzelnen Processing-Punktes (es sind insgesamt deren fünf), nochmals “next step” drücken (aber erst, wenn das Ührchen nicht mehr läuft und nichts weiter geht), aber ich konnte das ganze Prozedere durchexerzieren. Tipp: unbedingt VORHER einloggen und dann die Flaschen auswählen, denn der Warenkorb wird sonst nicht übernommen!

Traum-Pension Nähe Bodensee Teil 1 “Renovierung”

23. Januar 2010

Wer kennt ihn nicht, den Spruch “Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum!” Vermutlich jeder und dennoch haben die wenigsten den Mut, ihn auch in die Tat umzusetzen.

Nach einer beruflich schwierigen Phase, fragten sich meine Schwester Jasmin und ihr Mann Roger Vonesch, was sie denn wirklich am Liebsten in ihrem Leben tun würden. Relativ rasch kristallisierte sich heraus, dass eine kleine aber feine, persönliche Pension, in welcher die Leute Körper und vor allem Geist regenerieren können, ihr Traum ist.

Roger, ein Versicherungsfachmann, hatte vor vielen Jahren Koch gelernt und so wurde der Traum von Tag zu Tag konkreter. Nachdem man einige Objekte im Tessin angeschaut hatte, die jedoch unbezahlbar waren, wurde man in Homberg (dies gehört zu Eigeltingen und liegt in der Nähe des Bodensees) fündig. Diese wunderschöne Region wird dank seiner sanften Hügel auch die Toscana Deutschlands genannt.

Der Kauf konnte realisiert werden und Jasmin und Roger wurden in Deutschland mit offenen Armen aufgenommen. In diesem ersten Teil zeige ich euch Bilder aus dem Juli 2009, die einen kleinen Eindruck auf dem harten Weg zur Verwirklichung ihres Traumes einer fantastisch schönen Pension geben. Bezeichnenderweise hat die Pension den Namen s’Träumli erhalten!

Rechts seht ihr die Pension s’Träumli und links ist ein riesiger Stall, der in einer zweiten Phase vielleicht zu Seminar-Räumlichkeiten ausgebaut wird.

Im Träumli entstehen vier wunderschöne Wohlfühl-Suiten die alle unter einem anderen Motto stehen, nämlich Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Garten-Suite. Jede Suite ist komplett individuell gestaltet. Die Garten-Suite heisst so, weil man von ihr aus einen traumhaften Blick auf den verwunschenen Garten hat.

Gleich vor dem Haus liegt ein kleiner Kräutergarten, in dem zu jeder Jahreszeit die unterschiedlichsten Pflanzen, Blütensträucher und Kräuter zum Vorschein kommen.

Wie bei jedem Hauskauf sieht man das Ausmass des Renovationsbedarfes erst, wenn man damit angefangen hat…

Da das Haus ursprünglich zwei Parteien beherbergte und dreistöckig ist, musste die Treppe des rechten Hausteiles weichen, da neu alles eins ist und so Platz gespart werden kann.

Das Haus wurde komplett entkernt, da sogar die Zwischenböden morsch waren. Zu dieser Zeit wurden die Zwischenböden noch mit Heu isoliert.

10’000 m2 Land mit alten Obstbäumen umfassen das Träumli und laden zum Seele baumeln lassen ein. Ein idealer Ort für gestresste Menschen, um neue Kräfte zu tanken.

Sogar zwei Quellen tragen dazu bei, dass dieser Ort ein richtiger Quell der Kraft ist.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch und auf das gemütliche Beisammensitzen und Grillieren mit Jasmin und Roger in dieser Gartenlaube.

Was es mit diesem kleinen “Hemingway” getauften Häuschen auf sich hat und was es mit Whisky zu tun hat, verrate ich euch im nächsten Teil…

Hier seht ihr einen ersten Eindruck, was man mit viel Freude und Enthusiasmus erschaffen kann, dieser Teil des Dachstockes war schon im Juli 2009 fertig. Ja, hier kann man sich wohl fühlen!

Jasmin, die stolze Gastgeberin…

…und Roger, der liebenswerte Gastgeber, der stets feine Köstlichkeiten auf das Morgen-Buffet zaubert!

Im zweiten Teil zeige ich euch, was in nur einem halben Jahr aus dem Träumli wurde!

Hier bekommt ihr weitere Information über Eigeltingen und seine Umgebung mit seinen unendlichen Unternehmens- und Ausflugmöglichkeiten. Das Träumli ist jetzt fertig gestellt und kann von Freitag bis Sonntag für Übernachtungen gebucht werden. Wer also einen Ort der Ruhe und der Entspannung in einem familiären Umfeld sucht, der sollte unbedingt einmal das Träumli besucht haben. Wie schön alles geworden ist, seht ihr im zweiten Teil!

Kontakt:
S’Träumli – Bed and Breakfast
Jasmin und Roger Vonesch
Dorfstrasse 11
78253 Eigeltingen
Fon 0049 (0)7774/925762
(Freitag bis Sonntag den ganzen Tag sowie Mo-Do ab 20 Uhr)
Fax 0049 (0)7774/925763
info@straeumli.de
www.straeumli.de

Der Whiskykorb im Dezember 2009

13. Dezember 2009

Das Jahr neigt sich dem Ende zu – wie viele Schreiberlinge beginnen wohl in diesen Tagen ihre Texte mit diesen einfallslosen sieben Worten. Auch der Whiskykorb hat das Jahresende erreicht. Wir haben in dem sich neigenden Jahr die Preise von sieben bei Schweizer Whisky-Händlern angebotenen aktiven Islay-Destillerien verglichen. Dabei haben wir sicher keine Preisrutsche verursacht.

Aber wir konnten den Lesern aufzeigen, dass sich Preise vergleichen lohnt. Und auch von den Händlern selbst scheint der Whiskykorb gelesen zu werden, wurden wir doch von einem Händler zu Recht auf einen Fehler in einer unserer Tabellen hingewiesen.

Von den 109 in die Whiskykörbe aufgenommenen Abfüllungen konnten 70 verglichen werden. Die Restlichen waren zu alt, zu neu oder Raritäten und daher nur in einem Shop erhältlich. Das Sparpotenzial bei diesen 70 Flaschen würde stolze 2736 Franken betragen.

Aus den sieben Körben haben wir nun einen kleinen Zusammenzug gemacht. In diesem Jahresrückblick zeigen wir euch die Top Islay-Whiskies. Das sind die 23 Abfüllungen, die in den meisten Shops angeboten werden. Die Auflistung wurde nach Anzahl anbietender Shops und alphabetisch gemacht. Platz 1 ist also nicht DER Top-Whisky.

Bei der zweiten Tabelle sind die bewerteten Shops (Abholpreis ohne Versand) aufgelistet. Es gab Punkte in drei Kategorien, jeweils 12 Punkte für den nach diesen Kriterien “Besten” und 1 Punkt für den “schlechtesten” Händler. Als Berechnungsgrundlage zählten die 70 verglichenen Flaschen.

Die Kategorien:

Bewertungen – Wie viele Flaschen aus dem Whiskykorb bot der Shop an.

Günstigster – Wie viele Male wurde der Shop als Günstigster bewertet. Diese Zahl wurde mit den Zahlen der Kategorie „Bewertungen“ berechnet und nicht mit dem Gesamt der 70 verglichenen Flaschen.

Teuerster – Umgekehrte Wertung von „Günstigster“ = 1 Punkt für den teuersten, 2 Punkte für den nächst günstigeren Shop usw.

Top 23-Whiskies

Die 23 am Besten erhältlichen Whiskies 2009

Top Shop 2009

Die Top-Shops 2009