Port Ellen 1st Release

Die verlorene Perle von Islay

Port Ellen 1st Release

Beitragvon islayfan » Mi 21. Mär 2012, 15:54

Gerade in einem Forum einen aus heutiger Sicht lustigen Thread zum PE 1st Release entdeckt. Da fragte jemand im Jahre 2007, was wohl der angemessene Preis für den PE 1st wäre. Nach Antworten, die ihm etwa zu 400 Euro rieten, postete er dann folgendes:

Verfasst am: 26. 10. 2007 [12:57]

@Caomhghin:
Danke für deine Antwort ich habe jetzt zugesagt und werde 300 Euro bezahlen! Denke das ist angemessen!

und in 10 Jahren kann ich eine '0' mehr hintendran setzen... hoff ich mal...

Habe jetzt Flaschen-Nr. 0094 von 6000 Flaschen.

Gruss Dave


Das Lustige ist, dass auf diesen Eintrag etwa zehn Antworten folgten, die sich über ihn lustig machten bis hin zu, dass er die Plörre dann entweder für 200 Euro losschlagen oder selber saufen müsse.

Na ja, jetzt hat er Halbzeit und ich denke, er ist gar nicht auf schlechtem Weg mit seiner damaligen Hoffnung ;)
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Re: Port Ellen 1st Release

Beitragvon Maltman70 » Do 12. Apr 2012, 15:52

Wo der 1st release in ein paar Jahren stehen wird, ist eine gute Frage, sicher höher als heute. Hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem Whiskyhändler bezüglich Preisen und der meinte der Abwärtstrend werde bald einmal einsetzen, PE wie auch andere seien einfach zu gehypt und auf Dauer könne sich das nicht halten. Vergleiche ich aber den Ausgabepreis des PE 11th, ist er (immerhin handelt es sich um eine closed distillery mit hoher Nachfrage) nicht höher als etwa der Bowmore Kranna Dubh, der Laphroaig 30 y.o. oder der Balvenie 30 y.o... Also m.E. durchaus im Rahmen und beachtet man die Krüger-Site, ist die Nachfrage nach allen PE-Originalabfüllungen sicher vorhanden. Der Preisanstieg ist aufgrund der geringeren Stückzahlen auch beim letzten Brora (nur noch 1500 Flaschen) zu beobachten. Stellt sich nur die Frage, wie sich neuere Abfüllungen mit höheren Stückzahlen, aber einer netten Verpackung (das Auge isst nicht nur, sondern trinkt auch mit) auf Dauer halten werden. Gibts noch eine gute Story wie beim Glenfiddich Snow Phoenix dazu, wird das Ganze vor allem für den Hersteller durchaus interessant. Fakt ist nun mal, dass heute globale Märkte herrschen und die Situation nicht ohne weiteres mit derjenigen in den 80-ern vergleichbar ist. Ich habe jedenfalls keine Zweifel, dass bottlings von geschlossenen Brennereien ihren Wert aufgrund der immer geringeren Verfügbarkeit halten werden. Und wenn PE und Brora ausverkauft sind, gibts auch noch andere, auf die man durchaus ein Auge werfen kann. Aber nur zum Anschauen ist das Zeug dann doch zu schade und bei mir warten immer ein paar Fläschchen darauf, geöffnet zu werden (u.a. Shackleton, Glenfarclas 40 y.o., Rosebank F&F und weitere). In ein paar Jahren sind die Vorräte vieler anderer geschlossener Brennereien definitiv zu Ende. Und ob es bald zu einem ähnlichen Destilleriesterben wie damals kommen wird, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls wächst jetzt eine neue Generation an Whiskykonsumenten heran, und man wird von den 80ern ebenso schwärmen wie die Whiskyenthusiasten heute von - leider fast nicht mehr bezahlbaren - top-bottlings aus den 60ern...
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