Mythos Port Ellen bei Paul Ullrich AG

Was geht ab in der Welt der Whiskys?

Mythos Port Ellen bei Paul Ullrich AG

Beitragvon islayfan » Do 24. Nov 2011, 16:38

Endlich bin ich gestern wieder einmal in einen Whisky-Event eingetaucht. Denn überraschend wurde ich von einer Freundin nach Basel "entführt" und das vorgezogene Weihnachtsgeschenk war die Degustation von 6 verschiedenen Port Ellens mit der Whisky-Legende Walter Schobert bei der Paul Ullrich AG in Basel.

Das hat mich insbesondere doppelt gefreut, weil wir Walter Schobert auf Islay kennengelernt hatten und ich muss sagen, diesem Mann könnte ich stundenlang zuhören! Schön war es aber auch, all die whiskybegeisterten Gleichgesinnten um sich zu haben :D

Die Port-Ellens sind ja nicht soooo mein Ding und viele Abfüllungen kommen einfach aus ausgelaugten Drittklass-Fässern und das schmeckt man auch, aber den Event und die Ambiance fand ich toll.

Und für alle Port-Ellen-Fans: Walter Schobert ist sich sicher, dass es Port Ellen noch für viele Jahre gibt, er kennt einen Händler bzw. Abfüller persönlich (Name hat er nicht genannt), der alleine noch 100 Fässer auf Lager hat.
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Re: Mythos Port Ellen bei Paul Ullrich AG

Beitragvon Maltman70 » Di 29. Nov 2011, 16:18

Die Restbestände an PE sind sicher eines der besser gehüteten Geheimnisse. Es gibt immer wieder Leute, die mit mehr oder weniger grossem Insiderwissen versorgt zu sein scheinen. Wenn es einen UA mit namhaften Reserven gibt, wird das wohl Douglas Laing sein. Bei Ullrich ist auf der Website zu lesen, dass (auch) Signatory noch über 100 Fässer haben soll.
Wohl eine eher gewagte Aussage, sieht man sich die gegenwärtigen Abfüllungen an. Für mich ein recht guter Gradmesser ist das Angebot von The Whisky Exchange, neuere Signatory-Abfüllungen sind da nicht mehr zu sehen. Sämtliche UA werfen jetzt fast ausnahmslos Ware aus dem letzten Produktionsjahr (1983) auf den Markt, und bei sämtlichen Internetshops in der Schweiz und v.a. auch in Deutschland ist dasselbe zu beobachten: Die Angebotslisten werden immer kleiner. Und ob das ganze noch viele Jahre halten wird, ist angesichts der starken Nachfrage aus dem asiatischen Raum äusserst fraglich. Man will die Flaschen ja verkaufen, solange diese Märkte noch Wachstumschancen bergen.

Ich persönlich teile die Meinung von Sukhinder Singh (TWE), der zur Lost Distillery Port Ellen folgendes schreibt:

Two things are certain: the market price of previous years’ official releases is almost certain never to go down, while prices of future distillery bottlings will increase further. The 1st release from 2001 started life at £110.00; today the retail price would be around £1000.

There are also some casks of Port Ellen still with independent bottlers, but with the speed of sales I cannot see these lasting too many more years. Also, with every new release we see an increase in price: the average price of a cask strength Port Ellen was about £50 in 2002; as we reach the end of 2011, it is around £180-200.

You can read further information on all "Lost Distilleries" in their distillery profile section on the website.


But who knows, vielleicht hat Prof. Schobert ja doch recht und die UA haben aus den letzten zwei Produktionsjahren noch gewaltige Mengen an gut befüllten Fässern... I wouldn't bet on it!
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