Port Ellen – der neue Hype

Da ist in den letzten Jahren wirklich wieder ein neuer Hype herangewachsen. Konnte man die ersten Port-Ellen-Releases teils noch Jahre nach Erscheinen bei einzelnen Händlern finden, so „verdunsten“ sie jetzt  – wie der heute in Deutschland erschienene 11th Release – schon vor dem offiziellen Erscheinen. Zumindest, wenn man sich diese Meldung auf diesem Shop von heute anschaut:

Klar haben sich die Auflagen in den letzten Jahren halbiert, aber das alleine erklärt ja nicht die Riesendifferenz der Halbwertszeit im Handel.

Ein weiteres Indiz dafür, dass sehr viele Leute auf den Port-Ellen-Zug aufgesprungen sind, zeigen die Suchabfragen auf meiner Seite ardbeg-whisky.ch, da ist der Suchbegriff „Port Ellen 11th“ auf Platz 1 in diesen Tagen!

 

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Reto von Wartburg nach Baku an den Eurovision

Liebe Whisky-Freunde

Heute einmal ein ganz anderes Anliegen. Mein lieber Freund Reto den ihr vielleicht auch schon im Radio gehört habt (insbesondere der Track „Hold on“ lief auf den Radiostationen rauf und runter), hat sich für die Ausscheidung zum Eurovision beworben.

Damit er zumindest in die grosse Entscheidungsshow des Schweizer Fernsehens kommt braucht es auch eure Stimmen! Insgesamt haben sich 220 Künstler beworben und von diesen schaffen es 14 in die Fernsehshow.

Reto hat mit „Licht für dich“ einen ganz besonderen Track geschrieben. Eine ruhige Nummer auf Deutsch. Damit man voten kann, muss man sich bei SF registrieren, aber das dauert wirklich nur 1 Minute. Zeit habt ihr übrigens nur noch bis zum 30. Oktober um eure Stimmen abzugeben. Hier geht es zur Abstimmung (der Einfachheit halber schon der Link zum „R“ wo ihr Reto finden könnt): http://www.eurovisionplattform.sf.tv/videos#R

Und hier ein Link zu Retos Homepage, falls ihr noch mehr über ihn wissen wollt oder auch in andere Musikstücke von ihm reinhören wollt: http://www.retovonwartburg.com/news.html

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iMiss you

Steve Jobs 1955-2011

Steve Jobs 1955-2011

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Freudiges Ereignis

alban In den geburtenreichen Monaten hängen sie wieder an vielen Balkonen, die Zeugungserfolgs-Anzeigen. Im Volksmund auch Geburtentafeln genannt. Damit wollen uns die stolzen Eltern nicht nur zeigen, dass sie Sex haben, nein, vielmehr auch, dass sie auch noch erfolgreich dabei sind!

In Zeiten, in denen die Qualität des Spermas und die Fruchtbarkeit der Frauen abnimmt, eine reife Leistung. So haben die Geburtentafeln nicht nur eine informative Funktion, sie sind auch eine Art Selfmade-Goldmedaille. Denn viele können Fussball spielen, aber nur die wenigsten schiessen auch Tore.

Letzte Woche als ich nach der Arbeit nach Hause kam, ertappte ich meinen Nachbarn beim Aufhängen seiner Zeugungserfolgs-Anzeige. Er hatte dabei das typische Frischpapa-Lächeln im Gesicht, wie es nur Neuväter hinkriegen.

Ich konnte mir die Frage nicht verkneifen was das sein soll. Damit habe ich es geschafft, seine grinsenden Mundwinkel um wenigstens 2 Grad zu senken. „Ich und meine Frau sind Eltern von einem strammen Jungen geworden. Dieses freudige Ereignis wollen wir Euch allen mitteilen.“  „Bei unseren dünnen Wänden hättest du dir die Tafel sparen können. Spätestens in einer Woche können wir dein freudiges Ereignis Tag und Nacht akustisch wahrnehmen. Was hat die Tafel eigentlich gekostet? Die war sicher so teuer wie zwei Flaschen Ardbeg Ten.“ Er fand das nicht lustig und antwortete: „Du hast immer nur deine Whiskys im Kopf, es gibt auch schönere Sachen im Leben über die man sich freuen kann.“ Ich lachte und stimmte ihm zu: „Vielleicht hast Du ja Recht, und wenn ich mal was Schönes finde, werde ich es dich wissen lassen.“ Ich sagte ihm Tschüss und verschwand im Bastelkeller…

…am nächsten Morgen hatte auch ich ein freudiges Ereignis zu verkünden.

 

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Ardbeg Uigeadail „Murray-Batch“

Viele Gerüchte rankten sich um den Ardbeg Uigeadail als dieser von Jim Murray in seiner Whisky-Bible im Jahre 2009 zum Whisky des Jahres mit fast unglaublichen 97.5 Punkten ernannt wurde!

Natürlich gingen Ardbeggianer in aller Welt diesem besonderen Uigeadail auf den Grund. Aus welchem Jahr stammte er, war es ein spezieller Batch und wo konnte man diesen Uigeadail kaufen? Die Foren waren voll mit Fragen und Spekulationen. Erschwerend kam hinzu, dass sich in der Whisky-Bible noch ein kleiner Fehler bezüglich des Alkoholgehaltes eingeschlichen hatte. Dort stand nämlich bei dem top bewerteten Whisky 52.3% während der „normale“ Uigeadail mit 54.2% Alkoholgehalt „lediglich“ 89 Punkte von Jim Murray bekam. Immerhin annähernd 10 Punkte Differenz.

Jim Murray selbst beschrieb seinen Über-Uigeadail so:

I had never rated Uigeadail anything like the best of the Ardbeg range. It is a mixture of very old and much newer whiskies from the distillery and in the past I don’t think they had got the balance quite right. But in Vancouver I discovered a bottling of it which had been earmarked for the Canadian market and was completely blown away. I awarded it 97.5 points out of 100, the highest I have ever given. It did everything you could possibly ask of it – and a whole lot more

Er hatte diesen besonderen Uigeadail also in Vancouver, Kanada getrunken. Also meinte man erst, dass es sich um eine spezielle Abfüllung für den kanadischen Markt handeln musste. Recherchen von Whisky-Fans in Kanada ergaben, dass der zum Zeitpunkt des Aufenthaltes von Jim Murray verkaufte Batch die Lot-Nummer „L7 325 hh:mm 4 ML“ hatte. Später fand man des Weiteren heraus, dass dieser Batch in Kanada (genauer in British Columbia), Finnland, Australien und auch in der Schweiz! verkauft wurde. Ardbeg selbst jedoch liess verlauten, alle Uigeadails würden mit 54.2% abgefüllt und es hätte keine Abfüllung mit 52.3% für Kanada in British Columbia gegeben. Die Konfusion war also perfekt, bis dann Jim Murray sich entschuldigte und sagte, es habe sich ein Typo-Fehler in die Whisky-Bible eingeschlichen und dass auch dieser Top-Uigeadail wie alle anderen auch mit 54.2% gebottled wurde.

Somit blieb als Hinweis also nur die Batch Nr. „L7 325 hh:mm 4 ML“ übrig, um den von Jim Murray in Kanada getasteten Uigeadail zu identifizieren.

Doch warum komme ich jetzt Jahre später mit dieser alten Geschichte? Ganz einfach, ich hatte kürzlich sehr netten Besuch von Raphael, der bei mir eine Flasche Whisky abholte und dabei brachte er liebenswürdigerweise ein Sample dieses famosen Batches mit der Nr. L7 325 20:59 4ML mit!

Und was liegt nun näher, als dieses Sample gegen einen Dram eines „normalen“ Uigeadail zu verkosten und selbst zu untersuchen, ob da wirklich ein so grosser Unterschied besteht!

Zur Einschätzung vorab noch einmal meine alten Notes zu einem Uigeadail, den ich schon vor längerem verkostet habe und den ich jetzt wieder im direkten Vergleich zum „Murray-Batch“ vor mir habe:

Ardbeg Uigeadail L6 149 16:43 4ML
Duft mächtig nach Zitronenschale, Jod, Meeresbrandung, Seetang, Sherry, Torf und etwas Rauch
Geschmack feurig, Zitronenschale, Torf
Abgang heiss, trocken, torfig, alkoholisch, leichte Bitterkeit
Fazit 91 Punkte

So und jetzt bin ich total gespannt auf den

Ardbeg Uigeadail „Murray Batch“ L7 325 20:59 4ML
Die Farbe gibt schon einen ersten Hinweis! Sie geht eindeutig mehr ins Orange als die des Referenz-Uigis.
Duft
Wow! Ich könnte in diesem Duft baden! Wobei, um fair zu bleiben, er unterscheidet sich nicht allzu sehr vom Referenz-Uigi, denn dieser ist sehr ähnlich und auch sehr lecker. Der Duft des „Murray-Batch“  ist einfach etwas konzentrierter, süsser und „orangiger“, der Torf ist ein wenig mehr durch die stärkeren Sherry-Noten eingebunden, jedoch auch schön präsent. Ich finde den Duft insgesamt sehr ausgewogen.
Mit Wasser: Mehr Torf, mehr Jod, mehr Teer, aber immer noch etwas süsser und fruchtiger als der Vergleichs-Uigi.
Geschmack Lecker! Im Vergleich zum anderen Uigi wärmer, voller, süsser und fruchtiger (Kumquat), dafür etwas weniger torfig
Abgang warm, torfig, der Referenz-Uigi hat einen leicht bittereren Abgang

Fazit für mich hat der „Murray-Batch“ einen höheren Anteil an sherryfassgelagertem Whisky und dieser gibt ihm mehr Fruchtigkeit und Süsse und bindet den Torf etwas mehr ein. Für mich die perfekte Balance. Fast 9 Punkte Unterschied wie Jim Murray ihm zu anderen Uigeadails gibt, sehe ich jedoch nicht, dafür ist auch der Referenz-Uigi viel zu lecker!

Uigeadail „Murray-Batch“: 92-93 Punkte


Vorne das Sample und dahinter der Referenz-Uigeadail

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Ardbeg Alligator Promovideo

Wieder einmal ein Promovideo von Ardbeg. Ich finde die durchs Band immer sehr toll gemacht. Einige habe ich verpasst, aber die werde ich bei Gelegenheit in einem Sammelpost einstellen.

Per heute wurde das Video zum Alligator auf youtube übrigens nur gerade 8417 Mal aufgerufen. Eigentlich erstaunlich wenig.

Vor allem das Ende mit den Maneaters ist ganz lustig, aber verstehen kann man den Typ wirklich nur schwer. Wer also im Kommentar den ganzen Text einstellen mag ist herzlich willkommen!

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

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Octomore mit 309 ppm!

Der Fehdehandschuh Richtung Ardbeg ist geworfen! Im Laddieblog wurde ein Octomore mit sage und schreibe 309 ppm angekündigt. Das ist dreimal mehr als der Supernova hat und dementsprechend lustvoll wird das Ganze auch bei Bruichladdich zelebriert.

Die bei James Brown auf der Octomore Farm angepflanzte Gerste mit dem Spitznamen „Affirmation“ wurde mit 309 ppm gemälzt. Da frage ich mich, wieviel Torf dafür wohl draufging. Destilliert wurde am 17. Juni 2011, es wird also noch eine Weile dauern, bis wir das Ergebnis auf unseren Gaumen loslassen dürfen.

Um den absehbaren Vorwürfen à la „eindimensionale Torfbombe“ den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird auf den bereits tollen Geschmack des Spirit Samples hingewiesen:

The nose is extraordinarily creamy, mellow, rich  – almost sweet –  the peat so well integrated,  frankly, it’s scary. There is a richness, a roundness to this that I have not experienced before. It is extraordinary – in every sense of the word: it is out of this world.

Und mit diesem Schlusssatz „Out of this world“ folgt dann ein Bild einer Supernova und dem sinngemässen Satz: Das Überbleibsel eines einst strahlenden Sterns, bis er verblasst und aus dem Blickfeld verschwindet. Auf gut deutsch übersetzt: Der Supernova kann einpacken…


Keplers Supernova 1604

Auszug aus Wikipedia:
Die Supernova 1604 (SN1604), auch Keplers Supernova oder Keplers Stern genannt, war eine galaktische Supernova, die in etwa 6.000 Parsec (20.000 Lichtjahre) Entfernung im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) explodierte. Mit einer scheinbaren Helligkeit von −2,5m war sie der hellste Stern am Nachthimmel.

Ps. Ein kleines Geplänkel gab es in diesem Zweikampf schon einmal, wie der ardblog hier thematisiert hat.

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