Octomore mit 309 ppm!

Der Fehdehandschuh Richtung Ardbeg ist geworfen! Im Laddieblog wurde ein Octomore mit sage und schreibe 309 ppm angekündigt. Das ist dreimal mehr als der Supernova hat und dementsprechend lustvoll wird das Ganze auch bei Bruichladdich zelebriert.

Die bei James Brown auf der Octomore Farm angepflanzte Gerste mit dem Spitznamen „Affirmation“ wurde mit 309 ppm gemälzt. Da frage ich mich, wieviel Torf dafür wohl draufging. Destilliert wurde am 17. Juni 2011, es wird also noch eine Weile dauern, bis wir das Ergebnis auf unseren Gaumen loslassen dürfen.

Um den absehbaren Vorwürfen à la „eindimensionale Torfbombe“ den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird auf den bereits tollen Geschmack des Spirit Samples hingewiesen:

The nose is extraordinarily creamy, mellow, rich  – almost sweet –  the peat so well integrated,  frankly, it’s scary. There is a richness, a roundness to this that I have not experienced before. It is extraordinary – in every sense of the word: it is out of this world.

Und mit diesem Schlusssatz „Out of this world“ folgt dann ein Bild einer Supernova und dem sinngemässen Satz: Das Überbleibsel eines einst strahlenden Sterns, bis er verblasst und aus dem Blickfeld verschwindet. Auf gut deutsch übersetzt: Der Supernova kann einpacken…


Keplers Supernova 1604

Auszug aus Wikipedia:
Die Supernova 1604 (SN1604), auch Keplers Supernova oder Keplers Stern genannt, war eine galaktische Supernova, die in etwa 6.000 Parsec (20.000 Lichtjahre) Entfernung im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) explodierte. Mit einer scheinbaren Helligkeit von −2,5m war sie der hellste Stern am Nachthimmel.

Ps. Ein kleines Geplänkel gab es in diesem Zweikampf schon einmal, wie der ardblog hier thematisiert hat.

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2 Antworten auf Octomore mit 309 ppm!

  1. Was um alles in der Welt sind ppm’s? Als Musiker kenn ich zwar BpM (Beats per Minute) – aber ppm??? Ich bitte um fachkundige Aufklärung für einen interessierten Laien.

  2. ardblog sagt:

    Sehr gerne 🙂

    PPM = phenol parts per million. Dieser Phenolgehalt (welcher durch das Mälzen des Getreides mittels Torf in die Gerste gelangt) wird vor der Destillation bei der Gerste gemessen. Nach der Destillation ist im Destillat noch ca. ein Drittel übrig. Je höher der ppm-Wert desto torfiger ist ein Whisky. Die Einen lieben das, andere mögen es gar nicht. Oft spricht man deshalb auch bei den Liebhabern der torfigen Whiskys von der „Torffraktion“.

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