Messi!

alban Ich weiss, ich bin kein Einzelfall und dennoch rede ich hier nicht von dem weltbekannten argentinischen Fussball-Gott!

Aus diversen Gesprächen mit Freunden und Bekannten aus der Whisky-Szene konnte ich vielmehr feststellen, dass das Problem von dem ich hier rede, ein anderer weit verbreiteter Virus ist. Man kann sich vom lieb gewonnen Whisky-„Müll“ nicht trennen! Mit „Müll“ meine ich in diesem Falle die Überreste von unserem heiss geliebten schottischen Nationalgetränk.

Whisky ist nämlich viel mehr als nur ein Getränk, denn dank den teilweise aufwändigen Verpackungen ist er oft auch sehr dekorativ und nicht wenige Abfüllungen erinnern schon fast an Kunstobjekte! Aber nicht nur das bereitet schon fast körperliche Schmerzen, wenn es darum geht, sich von einer mit schönen Erinnerungen behafteten leeren Flasche oder deren Umhüllung zu verabschieden. Dies ist oft auch der Fall, wenn die neue Errungenschaft die Schmerzgrenze des Beschaffungs-Budgets bei Weitem überschritten hat. Oder wenn es sich bei unserem Single-Malt um eine Rarität handelt, kann es doch auch nicht sein, dass die leere Flasche plötzlich nur noch Altglas ist! Und ohne es zu merken, ist es schon passiert, man ist vom Messie-Syndrom befallen!

Dies äussert sich dann darin, dass plötzlich leere Flaschen im Regal stehen und sich in einer Ecke Holzkisten und Blechdosen haufenweise stapeln. Bei Freunden, die noch nie einen Single Malt getrunken haben oder die sich aus unserem Hobby nicht das Geringste machen, keimen langsam aber sicher Sorgen auf um ihren Kollegen, der immer mehr Altglas im Regal stehen hat. Und auch die Partnerinnen nötigen einen, man möge doch endlich den Müll in die Entsorgung bringen.

Mit anderen Worten: Die Welt versteht dich nicht!
Darum hier die Lösung für alle Betroffenen des WMS (Whisky Messie Syndroms):

Tarnen durch Funktionalität!
(oder wie man mit wenigen Handgriffen aus Müll, Kunstwerke und Dekor macht)


Leere Flaschen, von unten mit LED-Spots beleuchtet, bringen schummriges Licht in die Bar.

Auf Wunsch von Florian hier noch einige Bilder über die Bauart der Lampe:
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Mit etwas Erde und einigen Samen eurer Wahl, entstehen aus Blechdosen Töpfe für Blumen und Kräuter die auch eure Partnerin zu schätzen weiss.


Auch in ehemaligen Whisky-Holzkisten machen eure Blumen auf dem Balkon eine gute Figur.


Korken aus dem Deckel kratzen, Magnet rein kleben und schon ist er fertig, der praktische Kühlschrank-Magnet!


Den Zigaretten-Anzünder des Autos verloren? Laddie-Zapfen ins Loch, Problem gelöst und rauchen ist ja eh ungesund (okay, hierfür lehnen wir jede Verantwortung für etwaige Wagenbrände ab!)


Die am richtigen Ort halbierten Kartonröhren als Stifthalter. Der Blickfang im Büro!


Die etwas andere Spaghetti-Dose

Habt ihr noch weitere Ideen für Verwendungen von Tins, Zapfen, Flaschen und Kisten? Bitte unbedingt hier posten!

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7 Antworten auf Messi!

  1. Dirk sagt:

    Da gibt es noch so einen Verrückten, der hat einen Mini-PC in eine Ballentinesflasche eingebaut:

    Einfach bei Tante Google die Begriffe Whisky und PC eingeben und dem ersten Link folgen.

  2. ardblog sagt:

    Hallo Dirk, danke für das Feedback, habe den Ballantines-Umbau gerade angeschaut. Ist ja total cool!

  3. ruessel sagt:

    aus den metalldeckeln (signatory ucf o.a.) kann man gut mobile aschenbecher, z.b. fürs campen, herstellen.
    die bruichladdich-dosen kann man gut als bierdeckel-aufbewahrung benutzen.

  4. Florian sagt:

    Hallo,

    ich bin vor einiger Zeit über diese lustige Art der Weiterverwertung gestolpert finde die Korken-Magneten und die Bruichladdich-Lampen richtig cool. – dasn würde ich gern auch ausprobieren. Würdest Du verraten, welche LED-Spots das sind, ich bin schon seit längerem online auf der Suche nach was Passendem. Sind das umfunktionierte Deckenleuchten, die Du ins Brett eingearbeitet hast, oder gibt es solche LED-Spots auch „lose“ einfach zum drunterlegen?

    Schönen Gruß, Florian!

  5. ardblog sagt:

    Hallo Florian

    Es gibt zwei Möglichkeiten die Flaschen zu beleuchten.

    1. Mit LED Lampen von OSRAM mit 3 LED’s, die von 3 AAA Batterien gespiesen werden. Dazu muss man aber den Plastikring, der die Laddie-Flaschen in der Originalbüchse fixiert, umgedreht um die Leuchte legen. Nun nur noch die Flaschen auf den Ringstellen.

    http://www.osram.ch/osram_ch/de/produkte/led-technologie/innenraum-led-leuchten/mobile-helfer/dot-it/index.jsp?productId=ZMP_1016215

    2.Mit Einbau-Spots, die man eine ein Karton- oder Holzkiste einbaut.

    Die Batterie Leuchte ist jedoch etwas schwach und so ist es eher ein Schlummerlicht.

    Bei den 220 Volt Spots hab ich mich mal für ein billiges Model mit nur 0.8 Watt entschieden. Für meinen Geschmack genug hell. Wichtig bei beiden Versionen ist aber, dass die Farbe am Flaschenboden entfernt wird, da diese das Licht sonst nicht ins Flascheninnere lässt.

    Wir haben im Beitrag noch ein paar Bilder über die Machart eingefügt.

    Gruss
    Alban und Tom

  6. Florian sagt:

    Hi Alban und Tom,

    coole Sache – vielen Dank für die Erläuterungen und die zusätzlichen Bilder, da muss ich das nächste Mal, wenn ich Zeit habe ein bisschen basteln. An die Farbe am Flaschenboden hötte ich jetzt gar nicht gedacht – wie seid Ihr da ran gegangen, mit Schmirgelpapier? Ich dachte schon daran, den Glasboden mit einem Schneider zu entferne, aber dazu fehlen mir sowhol Equipment als auch Geschick.

    Schönen Gruß, Florian!

  7. ardblog sagt:

    Hi Florian

    Gerne geschehen und soeben die Antwort von Alban erhalten: Also das mit der Farbe am Flaschenboden hab ich wie folgt gelöst:

    Zuerst mit einer weichen Drahtbürste. Braucht Zeit und ist mühsam.
    Zweiter Versuch mit nassem Schwamm und „Putzstein“. Braucht Zeit und ist mühsam.
    Dritter Anlauf mit der Chemie-Keule. Terpentin geht super. Aber Achtung: Terpentin sollte wirklich nur am Boden eingesetzt werden. Nicht zu viel, da sonst „Läufe“ die Farbe auf Seite der Flasche ruinieren.

    Viel Erfolg und Gruss Alban

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