Das Erdbeben von Japan

alban Es ist nun schon einige Tage her, dass ein Erdbeben Japan erschütterte. Die Folgen des Bebens erschütterten anschliessend den Rest der Welt. Da Japaner sich der Gefahr von Erdbeben bewusst sind, bauen sie ihre Häuser dementsprechend „sicher“. Bei einem Beben der Stärke 9 stösst wohl aber auch die Architektur an ihre Grenzen, aber wenigstes fallen die Schäden in der Peripherie des Epizentrums weniger schlimm aus.

Leider wurde durch das Beben auch ein Tsunami ausgelöst. Das Meer frass sich in Form einer Riesenwelle mehrere Kilometer ins Landesinnere. Die Bilder dieser Katastrophe sind uns noch allgegenwärtig. Autos und LKWs wurden wie Spielzeug weggeschwemmt, massive Bauten brachen ein wie Kartenhäuser. Als ob das nicht alles schon schrecklich genug wäre, geriet auch noch das AKW Fukushima-Daiichi ausser Kontrolle.

Mit den überhitzten Brennstäben und der austretenden Radioaktivität wurde das Beben und seine Folgen plötzlich zum globalen Problem. Fluggesellschaften müssen nun ihre Fracht untersuchen. Autohändler bangen um ihre Lieferungen aus japanischen Werken und Feinschmecker trauen sich nicht mehr Sushi zu essen obwohl die Fische für diese japanische Spezialität hierzulande nicht aus Japan stammen. Eigentlich banale „Problemchen“, wenn man bedenkt wie verstrahlte Japaner um ihr Leben bangen, ihr Trinkwasser verstrahlt wird und einige wahrscheinlich nie wieder in ihre Häuser in den gesperrten Zonen zurückkehren dürfen.

Banal sind natürlich auch die Zeilen, die ich hier niederschreibe. Aber es sind eben Gedanken, die ich mir für eine Whisky-Page in Zusammenhang mit Whisky mache.

Ich habe mir auf der Google-Map einige japanische Whisky-Brennereien markiert und die Distanzen zum AKW Fukushima-Daiichi gemessen. Die Messungen sind sicher nicht 100% genau, zeigen aber sicher, dass es Destillerien gibt, die sich Gedanken machen müssen. Ich bin zwar kein Kernphysiker, aber 115 km von einem GAU entfernt, wäre es mir nicht mehr sehr wohl. 115 km nördlich von Fukushima steht die Brennerei von Miyagikyo.

Andere Brennereien sind über die Inseln verteilt bis zu maximal 640 km weit vom GAU entfernt. Wo die Brennereien ihre Fässer lagern, entzieht sich meiner Kenntnis. Schottische Destillerien lagern ihre Fässer auch nicht immer in der Nähe der Brennerei.

Ich habe bisher noch keinen japanischen Whisky getrunken, werde das aber bald einmal nachholen. Die, die jetzt noch in den Regalen stehen, kann man natürlich ohne Bedenken trinken. Die Vintage-Abfüllungen von 2011 zu trinken wird dann wohl schon etwas Mut erfordern.

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