Bruichladdich goes sexy…

Merchandising ist als Einnahmequelle und als Werbemittel in der modernen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. So gibt es auch im Visitorcenter einer jeden Destillerie unzählige Artikel mit dem Brennerei-Logo zu kaufen. Besonders beliebt sind Kleider jeglicher Art, mit denen Mann/Frau zeigen kann, für welches Wässerchen das Herz schlägt. Bei Anlässen, wie zum Beispiel dem Whiskyschiff, sieht man dann die eine oder den anderen mit einem T-Shirt oder einer Dächlikappe der Lieblingsdestillerie.

Aber Merchandising gibt es nicht nur in der Whiskywelt. Auch Fussballklubs, Popstars, Automarken sowie Banken und Versicherungen bringen ihre Schriftzüge und Logos gekonnt auf Alltagsartikeln zur Geltung. Eines der wohl ältesten Beispiele für Merchandising ist das Kreuz mit dem sich Christen outen. Besonders bei jungen Damen ist die Halskette mit dem Kreuzanhänger sehr in Mode. Und damit das Kreuz auch richtig in Szene gesetzt wird, tragen viele der als Christen gekennzeichneten Frauen einen eher unchristlichen Ausschnitt.

Es sieht ja bestimmt auch nicht gerade glaubwürdig aus, wenn man mit der Dächlikappe von Ardbeg und dem T-Shirt von den anonymen Alkoholikern an einem Tasting teilnimmt. Aber glücklicherweise leben wir in einer toleranten Gesellschaft und wer sich an einem tiefen Ausschnitt stört, hat im gleichen Atemzug zugegeben in den selbigen geschaut zu haben.

Nun aber zurück zum Thema Merchandising und Whisky. Ich war schon irritiert, als ich das Bild von den Girls im kleinen Schwarzen mit dem Bruichladdich-Logo an den neuralgischen Stellen sah. Aber bald wurde mir die Genialität dieser Kleidchen klar. Platzier deine Werbung dort, wo deine Zielgruppe hinschaut. Auf Islay mögen sie zwar ihren Whisky nach alter, traditioneller Art herstellen. Was aber das Marketing betrifft, sind sie auf dem neusten Stand.

Und da Weihnachten vor der Tür steht und ich immer noch an einem Geschenk für meine Freundin rumstudiere, dachte ich, das kleine Schwarze würde ihr sicher auch gut stehen. Also schnell den Computer hochfahren, rein ins Internet und im Laddieshop so ein Teil bestellen. Aber was muss ich feststellen? Das Kleidchen gibt’s nicht zu kaufen! Schade, eigentlich wollte ich die Werbeidee von Bruichladdich unterstützen. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf dem Whiskyschiff in Luzern mit meinem 
Bruichladdich T-Shirt zu zeigen. Die Werbewirksamkeit wird aber sicherlich gering sein. Ein durch das kleine Bierbäuchlein gewölbtes Logo ist bestimmt kein so grosser Blickfang wie es an den neuralgischen Punkten meiner Begleiterin wäre…

Aber überzeugt euch selbst:


wo steht denn da Bruichladdich drauf?


hier!


das war übrigens in Silverstone am 14.-16. September 2007


Eine neue Geschmacks-Definition für Aftertaste: sexy!


Der ganze Artikel ist übrigens ein Gastbeitrag von Alban alias „Swisshank“. Danke!

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2 Antworten auf Bruichladdich goes sexy…

  1. Scheisse! Ich muss wohl endlich auch anfangen, mich für Whisky zu interessieren…! Muss ein scharfes Zeug sein 😉

    Prost,
    Reto.

  2. Armin sagt:

    Soweit mir bekannt ist, ist das kein eigentliches Marketing von Bruichladdich, zumindest keins fuer das sie bezahlen: Einer der Eigentuemer von Bruichladdich ist der Eigentuemer des Rennstalles zu dem das rote Auto in dem dritten Bild gehoert. Irgendetwas in der Art.

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