Schweizer können nicht kochen!

Ich gebe es ja zu, der Titel ist einmal mehr aus effekthascherischen Gründen extrem pauscha-, genera- und im wahrsten Sinne des Wortes alkoholisiert und er bezieht sich nur auf mich! Denn, obwohl schon einige Tage hin, möchte ich euch an meinem misslungenen Montags-Osterlammbraten teilhaben lassen.

Also, ich bin ja immer noch mit dem obsessiven Gedanken schwanger, mit Single-Malt-Whisky fantastische Gerichte zaubern zu können und so versuchte ich ein Lammnierstück mit Whisky zuzubereiten, was ich mir in Gedanken sensationell ausgemalt habe.

Habe also ein Lammnierstück genommen, dieses zwei Stunden mit Bowmore-Whisky und schwarzem Pfeffer mariniert. Dann habe ich das Teil mit Fleur de Sel aus Ile de Ré, provenzialischen Kräutern und etwas Chili-Gewürzmischung gewürzt, mit bestem Olivenöl übergossen und für zwanzig Minuten in die Röhre geschoben. Na ja, was soll ich sagen, die Symbiose mit dem Bowmore ist nicht wirklich geglückt – im Gegenteil – der süsslich-florale Geschmack des Bowmores ergab mit dem Wild einen dermassen leichenähnlichen Geschmack (so wie ich mir halt „Leiche“ vorstelle!), der bei mir Würgereize auslöste.

Also, Nachkochen auf eigene Gefahr! Und vielen Dank für bessere Rezeptideen mit Whisky.

Lamm an Bowmore

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8 Antworten auf Schweizer können nicht kochen!

  1. Ugugu sagt:

    Boah! Und für sowas verschwendest du 12-jährigen Whisky? Mein Tipp, beim nächsten mal Rotwein aus dem Tetra-Pack nehmen und den wertvollen Whisky dazu trinken.

  2. Tom sagt:

    @Ugugu: na ja, von den über 20 Flaschen, die ich zurzeit offen habe, ist dies derjenige, der deinem Vorschlag am nächsten kommt 🙂

  3. Ugugu sagt:

    Na übertreib mal nicht. Meinen ‚Glenfiddich 1937 Rare Collection‘ verwende ich zwar auch um hin und wieder um meine Speisen abzuschmecken, aber nur im Nano-Bereich.

  4. Tom sagt:

    Oh, schön, auch ein Whisky-Kenner. War aber tatsächlich nicht arrogant gemeint, ich mag den Bowmore 12 nicht so sehr. Und dies ist der Blog meiner Whiskyseite. Hier der Link zu meiner Hitlist, die letzte Spalte zeigt an, welche Flaschen gerade offen sind. http://www.ardbeg-whisky.ch/whisky-log.html

    Hab übrigens die letzte halbe Stunde damit verbracht, deinen Blog zu lesen. Ganz stark!

  5. Ugugu sagt:

    Danke für die Blumen, meine Whisky-Kenntnisse sind natürlich einzig und allein Herrn Google zu verdanken, obwohl ich vor kurzem ein ‚Edinbr‘ ein beträchliches Sortiment durchdegustiert habe 😉

  6. Reto sagt:

    Sorry, vergesst den Whisky zum Marinieren… Nehmt Honig! Mein Geheimtipp: Neuseeländischen…!

    Und weg…

  7. ardblog sagt:

    Mein Reto

    Also bitte, da schreibe ich doch des langen und des breiten über diesen widerlichen süssen Geschmack und du kommst uns mit HONIG!

  8. Reto sagt:

    Mein lieber 2.5er-Tom,

    Mag ja sein… aber MEIN Honig schmecht wenigstens nicht nach „Leiche“ 😉 Probier’s aus – du wirst begeistert sein. Grad gestern hab ich’s selber wieder getan. Diesmal kam zur Marinade sogar noch ein wenig Weisswein hinzu. Göttlich! Tja, vielleicht biete ich auf ardblog mal einen Online-Kochkurs an. Ihr Whisk(e)y-Trinker könntet sicher viel lernen 😉

    Liebe!

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