Alles Fassstärke oder was?

Noch vor ein paar Jahren waren sie – ausser bei den unabhängigen Abfüllern – die grosse Ausnahme: die Fassstärken oder Cask Strengths.

Ihr könnt mich gerne ein Weichei nennen à la „ist er zu stark bist du zu schwach“, aber ich habe meine Mühe mit den Cask Strengths. Sie sind mir einfach zu stark. Natürlich, die Nase ist oft eine Wucht und man kann argumentieren, dass dies der unverfälschte ware Whisky ist. Aber auch wenn ich die Nase oft toll finde, geschieht es mir gerade bei den Islay-Whiskys meist, dass wenn ich sie verdünne, eben nicht die vielfältigen Geschmacksnuancen zum Vorschein kommen, sondern lediglich der Torf explodiert und alles überdeckt. Vielleicht liegt das ja auch an unserem kalkhaltigen Wasser hier – keine Ahnung, aber da ist mir eine gute Standardabfüllung mit 46% einfach meist lieber.

Zudem ist mir auf Islay aufgefallen, dass dort (und die sollten es ja eigentlich wissen) der Whisky sehr stark verdünnt wird (oft zwei Teile Wasser auf ein Teil Whisky und das bei einem Bruichladdich) während wir hier Fassstärken mit 58% ohne mit der Wimper zu zucken pur trinken. Haben wir evtl. keine Ahnung?

Der Blog von www.ardbeg-whisky.ch

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Eine Antwort auf Alles Fassstärke oder was?

  1. Armin sagt:

    Also ich kenne es eigentlich nur so dass man einen Cask Strength verduennt. Bei einem Alkoholgehalt von 50%+ verbrennt einem das ja sonst die Geschmacksnerven, so dass man nichts mehr schmeckt. Aehnlich wie beim Eis im Whisky (igitt!), nur halt andersherum wenn man so will.

    Jim McEwan sagt auch verduennen, sogar generell. Den Artikel dazu hatte ich mal hier verlinkt: How To Enjoy An Islay Single Malt Whisky

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